Gedanken zum optimalen Marketing und den Potentialen der Public Relation für Architekten

Unternehmenshauptsitz Internetkonzern Dresden Gitterssee Tilt-Shift-Aufnahme Architekturfotografie Andre Henschke Blick zum Hauptsitz eines Internetkonzerns in Dresden Gittersee - Signature Shot als symmetrische Of-Axis-Frontale am Abend mit Normalbrennweite


Gedanken zu Potentialen des Marketing und der Public Relation für Architekten
oder: warum allein Umsatz und gute Auftragslage kein Indikator für Erfolg sind

Inhalt: Fragestellung - Vertiefte Prozesskettenintegration oder hohe Marktdurchdringung) - Das Werk eines Architekten ist der architektonische Mehrwert - Das Internet besteht aus Worten - One face to customer: Ihre Zielgruppe muss sich wiedererkennen - Marketing und Public Relation kosten Zeit, bringen aber Geld - Webdesign und Onlineauftritt - Werden Sie Ihr eigener Herold - Was man schwarz auf weiß besitzt - Fazit

Fragestellung

Die Vermarktung von Architektur ist eigentlich sehr einfach – gute Architektur erschließt sich und ihren Mehrwert beim ersten Anblick. Claude Dornier folgend, dass „gute Technik immer schön“ sei, kann auch formuliert werden, dass gute Architektur schön sei - und sich aus der Harmonie der Proportionen der Mehrwert und der Nutzen eines Bauwerkes erkennen lässt. Ganz ohne Zweifel sind die bedeutenden Werke der Architekturgeschichte diesem Credo folgend erbaut worden. Leider ist Architektur immobil, daher waren Kupferstiche und Gemälde für viele Jahrhunderte der ideale und auch einzige Weg, um diese Werke der Baugeschichte zu erfahren. Heute hilft die Architekturfotografie mit einem grandiosen Umfang an technischen Möglichkeiten, diesen Mehrwert der Architektur zu visualisieren.

Architekturfotografie als Mittel des Marketings einzusetzen ist daher nicht nur eine logische, sondern eine notwendige Option, wenn es gilt, als Architekt nicht nur „Gebrauchsarchitektur“, sondern Bauwerke von Weltgeltung und künstlerischem Anspruch zu schaffen. Interessanterweise orientieren sich Bücher wie auch Vorträge immer an den Spitzen der historischen Baukunst und damit an deren Bildern.

Stellen wir uns Eingangs eine zentrale Frage: Was motiviert (junge) Architekten dazu, ein eigenes, intensives Marketing aufzubauen und sich am sehr transparenten Markt der Architektur im internationalen Umfeld bewusst zu präsentieren?

Die Baubranche erlebt Anfang der 2020iger Jahre einen Höhenflug und Aufträge sind reichlich vorhanden. Mit großem Elan werden neue Wohnhäuser allerorten in den Großstädten erschaffen. Doch muss eine Frage gestellt werden, ganz abseits der guten Auftragslage: Wie nutzt dieser Bauboom Architekten?

Nicht zuletzt ist es die Suche nach neuen und motivierten Mitarbeitern, die ein Grund für Marketing für Architekten sein kann und wird. Realistisch betrachtet evaluieren potentielle Mitarbeiter ein Unternehmen vor der Bewerbung. Die Webseite des zukünftigen Arbeitgebers wird ebenso durchforstet wie bekannte Arbeitgeberbewertungen in den dazugehörigen Portalen. Ist ein Unternehmen attraktiv, stimmen interne Kommunikation und Prozesse, sind Vorgesetzte kompetent, all das wird geprüft. Und natürlich stehen die eigenen Aufstiegschancen zur Debatte. Zeigt ein Architekt nur vglw. langweilige und einfache Aufnahmen weniger Projekte - wie sollen zukünftige Spezialisten oder Führungskräfte motiviert werden, sich hier einzubringen, bzw., worin sehen sie den Mehrwert des Architekturbüros? An dieser Stelle setzt aktives Arbeitgebermarketing ein - professionelle Architekturfotos kommunizieren verständlich, welches spannenden Projekte auf neue Teammitglieder warten können.

Jedes Projekt und jeder Auftrag muss drei Kriterien genügen, bzw. muss sich an drei Fragen spiegeln lassen:

  • Ist die finanzielle Kompensation für diesen Auftrag ausreichend, wird nach dem Aufwand genug Geld verdient worden sein, um dieses Projekt als finanziell erfolgreich abzuschließen?

  • War die Arbeit interessant, war es eine spannende Aufgabe oder eine eher notwendige Pflicht die es zu erfüllen galt?

  • Erwuchsen aus dem Projekt neue Kenntnisse und Fähigkeiten und ist dieser Auftrag als ein Referenzprojekt für die Zukunft geeignet?

Die ersten beiden Punkte sind rechnerisch lösbar, bzw. durch Disziplin beherrschbar. Der dritte Punkt, die Frage nach dem Referenzwert des Auftrags, ist komplexer. Ein Architekt kann 20 oder 30 Jahre finanziell erfolgreich arbeiten – wird er nach all diesen Jahren aber nach den Ergebnissen seines Schaffens gefragt, so kann er wenig vorweisen. Fotos der Gebäude liegen nicht vor oder die Schöpfungshöhe war nicht wirklich hoch, da die Arbeitsinhalte nur rein funktional ausgerichtet waren. Zwar brachten diese Projekte Geld ein, für die Zukunft aber taugen sie wenig, wenn Referenzen aus der eigenen Historie erfragt werden. Der Wert des Geldes relativiert sich an dieser Stelle stark, denn die Chancen der Zukunft liegen immer in den Erfolgen der Vergangenheit begründet.

Sie erahnen bereits – Architekturfotografie schafft als ein Mittel der Wahl hier eine Lösung. Doch gehen wir in unseren Gedanken etwas strukturierter vor. Als Betriebswirt mit Schwerpunkt Unternehmensführung und Marketing ist dies mein persönlicher Blick auf die Fragestellung.


Vertiefte Prozesskettenintegration oder hohe Marktdurchdringung

Vertiefte Prozesskettenintegration oder hohe Marktdurchdringung. Jeder Architekt sollte sich die Frage stellen, ob er für wenige Auftraggeber tätig sein möchte, für diese aber öfters und langfristig (dann vertieft integriert in deren Prozesskette), oder ob er am Markt für viele verschiedene Kunden immer wieder neue, diverse, Projekte planen und umsetzen will. In jedem Fall ist die konsistente Vermarktung des eigenen Werkes und der eigenen Arbeit wichtig. Die Fragen

  • was ist mein Alleinstellungsmerkmal

  • womit unterscheide ich mich von Anderen

  • woran ist meine Arbeit zu erkennen

  • was macht mich einzigartig

sollte jeder Architekt für sich ganz individuell beantworten, bzw. die Antwort darauf für sich erarbeiten. Liegen die Antworten vor, ist es ein zweiter Schritt, diesen, ganz eigenen Ansatz im Bild durch Architekturfotografie dokumentieren und in Szene setzten zu lassen. Oftmals wird die Frage gestellt, weshalb Architekturfotografen weite Strecken zurücklegen müssen, um in einer anderen Stadt ein Projekt zu fotografieren – ein Fotograf vor Ort wäre doch preiswerter zu engagieren. Die Antwort liegt eben in der zuvor gestellten Frage: Was ist der USP, die Unique Selling Proposition, das Alleinstellungsmerkmal. Ein guter Architekturfotograf erkennt und versteht diesen Ansatz „seines“ Architekten und kann ihn in jedem Projekt durch die Wahl seiner technischen Mittel und der Perspektive gut umsetzen. Architekten erhalten so mit jedem erfolgreichen Auftrag mehr und mehr Referenzen, die medial für sie sprechen. Ich erlaube mir daher die These aufzustellen, dass in einer Informationsgesellschaft wie der unsrigen, die Würde, die Noblesse, die Reputation vom Umfang der medialen Präsenz abhängen und das die Prominenz eines Architekten durch die Häufigkeit, mit der seine Werke in den Medien gezeigt werden, steigt.


Das Werk eines Architekten ist der architektonische Mehrwert

Das Werk eines Architekten ist der architektonische Mehrwert. Neukunden erleben Ihre Arbeit wahrscheinlich auf einer Webseite – und dort durch Fotos. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das ein Haus ein Dach, vier Wände und mindestens eine Tür haben muss, ist bekannt – solche Fotos aus dem Smartphone sind keine Referenz für neue Aufträge. Es ist die Aufgabe eines Architekten, diese Eigenpräsentation bei jedem Gebäude oder Teilauftrag aufs Neue zu lösen. Egal ob Lichtinstallation, Fenstersysteme oder Treppenaufgang, das Einzigartige, das Besondere, das Spezielle gilt es zu dokumentieren und damit dem neuen, dem nächsten Kunden zu präsentieren.


Tschirnhaus Gymnasium Dresden am Abend Eingang zur Aula Andre Henschke Architekturfotograf Blick auf den Neubau des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium in Dresden

Das Internet besteht aus Worten

Das Internet besteht aus Worten. Es ist leider noch immer so, dass Suchmaschinen wie Google eine textbasierte Suchfunktion anwenden. Wer im Internet etwas sucht, wird Suchbegriffe und Schlagworte eingeben, die ihm zu seinen Interessen vertiefte Inhalte anbieten. Die „Marke“ des Architekten ist sein Name. Das ist nicht neu, denn alle großen Künstler der Geschichte wurden durch ihren Namen bekannt. Daher steht Ihr Name für Ihr Werk, für Ihre Handschrift. So oft als möglich müssen Ihre Arbeiten mit Ihrem Namen im Internet auftauchen – verbunden mit den fachlich korrekten Suchbegriffen, die für Ihre Arbeit stehen. Dazu sind wiederum gute Architekturfotos wichtig. Nur wer seine beschriebene Arbeit auch gut durch Architekturfotografien dokumentieren kann, wird den Leser für sich gewinnen. Wenn Sie eine Webseite betreiben, dann gehört die Ausrichtung auf Ihren USP (s.o.) zur ersten Hausaufgabe, die es zu lösen gilt: Was soll mein potentieller Kunde denken, sehen, erfahren, wenn er meine Webseite öffnet? Betreiben Sie einen Social Media Kanal, so gilt hier das gleiche Prinzip: Was soll die Botschaft der publizierten Inhalte sein?


One face to customer – Ihre Zielgruppe muss sich wiedererkennen

One face to customer – Ihre Zielgruppe muss sich wiedererkennen. Einheitlichkeit und eine klare Linie, verbunden mit der Aussage, wofür stehen Sie, was Ihr Schwerpunkt ist, worin Ihre Erfahrungen liegen - diese Eckpunkte gilt es zu beachten. Ihre Zielgruppe muss sich natürlich auch wiedererkennen. Setzen Sie Ihren Fokus auf Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Bauen, so müssen diese Kriterien auch visualisiert werden. Auf vielen Online-Plattformen gilt es präsent zu sein. Ob Facebook, Instagram*, Linkedin, Xing, Houzz, überall besteht die Möglichkeit auch kleine, eigene Artikel zu formulieren und damit so genannte Backlinks auf die eigene Webseite zu erhalten. Somit erreichen Sie digital eine Zielgruppe, die vielleicht unter Google nie Ihren Namen eingegeben hätte, durch die Vernetzung aber auf Sie aufmerksam wurde. (* auf Instagram wird aus meiner Sicht durch die Anzahl der eigenen Follower bewertet, inwiefern die eigenen Inhalte in Resonanz mit dem aktuellen Lifestyle stehen. Je mehr Follower, desto mehr entspricht die eigene Arbeit dem Geschmack der breiten Masse. Sehr erfolgreiche Architekturfotografen haben kaum mehr als 10.000 Follower, die Stars und Sternchen der Pop-Welt erreichen Millionen von Followern. Hier sollte realistisch gedacht werden, Qualität geht vor Quantität und die eigenen Posts sollten den eigenen Qualitätsanspruch widerspiegeln, gleichzeitig aber auch die Interessen der großen Masse der Nutzer nicht aus dem Auge verlieren.)

Roter Hirsch Renaissance Haus Schlesisches Museum in Görlitz Tilt Shift Aufnahme Andre Henschke Architekturfotograf Blick auf das Schlesische Museum in Görlitz, dem ältesten Renaissance Haus Deutschlands, Tilt Shift Aufnahme




Marketing und Public Relation kosten Zeit – bringen aber Geld

Marketing und Public Relation kosten Zeit –bringen aber Geld. Was ist Marketing, was ist Public Relation? Marketing bedeutet: Ich spreche gut von mir. Public Relation bedeutet: Ich gewinne eine honorige Persönlichkeit oder Institution, die gut über mich spricht. Marketing ist ein fester Bestandteil des Businessplans. In regelmäßigen Abständen gilt es, die gesetzten Ziele zu prüfen und ggf. zu adaptieren. So muss auch das Marketing nachjustiert und angepasst werden. Das kostet Zeit, das kostet u.U. auch Geld – aber nur das Marketing ermöglicht es, nach außen zu wirken. Optimaler als reines Marketing ist PR - also Public Relations. Werbebotschafter, die gut von Ihrer Arbeit sprechen oder Fachzeitschriften, die über Sie publizieren, ihre Arbeiten beschreiben, sind dazu sehr hilfreich. Architekturpreise sind ebenfalls optimal, denn preisgekrönte Architekten werden höhere Honorare ansetzen können. Nun stellt sich die Frage: Wie reicht man ein Gebäude ein? Sie ahnen die Antwort: Auch hier sind es Architekturfotografen, die für Sie die Brücke schlagen. Nur Architekturfotografie erlaubt es Ihnen, bei einer Jury einen guten Eindruck zu hinterlassen. Nur die Architekturfotografie ist es, die in einer Zeitschrift neben den Worten ein Bild liefert. Verfügen Sie über viele hochwertige Architekturfotografien Ihrer Arbeit, so können Sie spielend leicht jede Publikation oder Dokumentation illustrieren. Nur im kleinen Zeitfenster nach der Fertigstellung eines Gebäudes ist dieses in der Blüte seiner Qualität zu sehen. Jetzt gilt es, PR und Marketing zu fundieren und zu aktivieren. In 10 Jahren ist schon eine gewisse Nutzung des Baukörpers erfolgt, optimale Fotos wird es kaum mehr geben. Nutzen Sie Ihre Chance und sichern Sie sich durch Architekturfotografie eine Option auf ihre fachliche Zukunft.


Webdesign und Onlineauftritt - Architekturfotografie bietet Möglichkeiten

Webdesign und Onlineauftritt. Keine Webseite wird heute mehr wirklich „neu“ erfunden. Nach mehr als 25 Jahren Internet und vielen Content-Management-Systemen wie Wordpress oder Joomla, besteht viel Erfahrung in der Erarbeitung von gutem Webcontent und den dazu notwendigen Strukturen. Dank verschiedener Optimierungs-Webseiten kann eigenständig geprüft werden, ob und wie die eigene Internetseite in Suchmaschinen gerankt wird. Das so genannte SEO, also Search Engine Optimization, erlaubt eine exakte Definition dessen, was optimale Kombination aus Texten, Textlängen, Schlagworten und Bildinhalten ist. Zu Beginn ist es hilfreich, die sehr erfolgreiche Konkurrenz zu konsultieren – sei es durch den Besuch deren Webseite oder durch das Googlen ihrer Arbeiten. Sie werden staunen, wie viel Arbeit und Zeit erfolgreiche Architekturbüros in ihr Marketing investiert haben. Nutzen Sie also für Ihre Webseite Architekturfotos in optimierter Auflösung. Die Ladezeit der Fotos sollte nicht zu lang sein, nicht zu jeder Zeit verfügen alle Besucher Ihrer Webseite über beste Breitbandanbindung.

Als Standard gilt auch heute noch die HD Auflösung, damit ist eine Kantenlänge von 1600 Pixeln der Langkante der Bilddatei gemeint. Architekturfotos sollten diese Kantenlänge im Web nicht überschreiten. Auch die Dateigröße ist wichtig. Nicht mehr als 350 KB sollten es werden, damit Bilddaten schnell angezeigt werden können. (Auch wenn Fotografen digitale Negative in ihrer Kamera speichern und diese im TIFF Format unkomprimiert als finale Bilder an Sie übergeben können, sind JPEG-Dateien üblich in der digitalen Zusammenarbeit. Eine TIFF-Datei belegt ca. 140 MB an Speicherplatz, HD-Aufnahmen als JPEG maximal 350 KB.) Eine sehr mühsame Arbeit ist die Beschriftung von Fotos. Google freut sich sehr, wenn jede Datei mit einem Bildtitel und einer alternativen Bildbeschreibung versehen ist. Es kann als gute Übung in Demut verstanden werden, 100 Architekturfotos mit einer detaillierten Bildbeschreibung zu versehen. Folgende Aufnahme würde nicht als „Hochhaus am Abend“ beschrieben werden, sondern als „Hochhaus Hochschulstraße 50 in Dresden am Abend im Sommer zur blauen Stunde Tilt-Shift-Aufnahme Andre Henschke Architekturfotograf“ - Ihr Name sollte in der Bildbeschreibung als Architekt wiederum nicht fehlen. Der Zeitaufwand ist groß, gewiss – aber ohne diese Arbeit werden ihre Fotos in der Google Bildersuche nie unter den Ergebnissen auftauchen. Da ich als Betriebswirt für viele Unternehmen Webseiten optimieren durfte und auch für Onlinehändler tätig war, darf ich versichern, das SEO-Management eine zwar schier endlose Arbeit ist, aber dafür zum Erfolg führt. Unter https://seorch.de können Sie Ihre Webseite unter Eingabe Ihres Domainnamens prüfen, mehr als 100 Kriterien (!) werden dabei hinsichtlich ihrer Optimalität evaluiert - und dies muss für jede einzelne Teilseite der Internetpräsenz wiederholt werden. Vielleicht ist es auch deshalb so, dass viele Mitbewerber die mühsame Detailarbeit vermeiden wollen, am Ende zahlt sich Fleiß aber immer aus.

Hochhaus Hochschulstraße 50 in Dresden am Abend im Sommer zur blauen Stunde Tilt Shift Aufnahme Andre Henschke Architekturfotograf Hochhaus Hochschulstraße 50 in Dresden am Abend im Sommer zur blauen Stunde, Tilt-Shift-Aufnahme


Werden Sie Ihr eigener Herold

Werden Sie Ihr eigener Herold. Damals, als Architektur von Fürsten bestellt wurde, und Verzierungen etwas opulenter waren als heute, waren es Herolde, die vom Ruhm des Herrschers oder der Herrscherin kündeten, und die auf die deren besonderen Erfolge aufmerksam machten. In Zeiten der Digitalisierung geruhte selbst Königin Elisabeth II. ganz öffentlich, auf Instagram zu posten. Ihre Majestät zog dazu den Handschuh aus, und berührte den Touchscreen, um einen Post zu publizieren. Was Mark Zuckerberg einmal „flatten the society“ nannte, durchdringt also auch die Höfe der Gegenwart und damit auch die Architekturbüros in allen Etagen. Was lernen wir daraus? Schreiben Sie über aktuelles aus Ihrem Unternehmen, lassen Sie Bestandskunden und Partner, Auftraggeber etc. an Ihren Aktivitäten teilhaben. Publizieren Sie in einem Blog oder der Rubrik „Aktuelles“ auf Ihrer Webseite den Fortschritt in ihren Projekten. Dies kann auf Linkedin, Xing etc. ebenfalls als neuer Beitrag eingestellt und publiziert werden. Sie erhalten damit eine größere Reichweite und werden mit jeder noch so kleinen Publikation bekannter. Steter Tropfen höhlt den Stein – Ihre Keywords auf Ihrer Webseite werden durch Google wohlwollend besser gerankt, denn Google „belohnt“ die Fleißigen. Nur wer viel publiziert wird im Google Ranking die Chance erhalten, vglw. weit oben in der Ergebnisliste angezeigt zu werden. Ein gut optimierter Google Business Account kann viel mehr Erfolg bringen, als kostenpflichtige Werbung. Google Business ist als System wesentlich komplexer als ein reiner Brancheneintrag mit einem einzelnen Foto Ihres Unternehmens. Beiträge können dort ebenso publiziert werden - Google selbst rankt natürlich sein Portal sehr gut, das sollten Sie nutzen. Sie fragen sich nun , wie weit kann man eine solche Optimierung treiben? Die Antwort ist ganz einfach. Sobald Ihre Top-Keywords, die Ihren USP darstellen in einer Google Suche auf der ersten Ergebnisseite angezeigt sind, haben Sie es geschafft. Das gleiche gilt für Architekturfotos. Ihre Architekturfotografien sollten auf der Ergebnisseite der Google-Bildersuche sehr weit oben angezeigt werden.

Wortanzahl, Seitenstruktur, die Einhaltung der Überschriftenstruktur (H1-H6) etc. sind natürlich zu beachten. Content-Management-Systeme helfen aber dabei, so dass Sie diese Kenntnisse der HTML oder PHP-Programmierung nicht mehr selbst erlernen müssen. Die Liste der Optimierungsmöglichkeiten ist aber schier endlos, sollten Sie an detaillierten Informationen Interesse haben, so kontaktieren Sie mich am besten.


Was man schwarz auf weiß besitzt…

Was man schwarz auf weiß besitzt… Was schon Goethe wusste, gilt auch in der Gegenwart. Nicht zuletzt die Flimmereigenschaft der Bildschirme sind es, die das Lesen auf Papier angenehmer erscheinen lassen, als das Lesen am Bildschirm. Eine hochwertige Image-Broschüre mit Architekturfotos eines professionellen Architekturfotografen wird den Eindruck Ihres Unternehmens nachhaltig verbessern. Drucksachen sind vglw. günstig geworden, besonders in Relation zu den Auftragsvolumina, die Architekten gern akquirieren möchten. Architekturfotografie ist Ihr Türöffner, um zu überzeugen. Ist ein Dialog mit einem Interessenten so weit gewachsen, dass er Ihnen persönlich begegnet oder Sie ihm Unterlagen zusenden dürfen, dann haben Sie den wichtigsten Schritt Ihres Marketings erfolgreich gemeistert: Aus dem LEAD wurde ein echter Interessent. Als LEAD wird im Marketing ein neuer, unqualifizierter Kontakt bezeichnet. Noch ist dieser Kontakt kein Kunde, noch kam es zu keinem persönlichen Gespräch. Der Moment, in welchem aus einem LEAD ein echter potentieller Kunde wird, ist der entscheidende Augenblick, auf den Sie besonders viel Augenmerk richten sollten. Es gehört Fingerspritzengefühl und Erfahrung dazu, um zu erkennen, was Ihr LEAD eigentlich sucht und möchte. Überzeugen Sie fachlich wie auch persönlich, emotional. Architekturfotografie ist dazu das optimale Werkzeug, denn nur so erfährt ihr LEAD, was Sie für ihn tun können. Die eigene Imagebroschüre als Drucksache kann als PDF im Internet zum Download angeboten werden. Einzelne Case-Studies, also Fallstudien, gedruckt auf Karton für jede potentielle Anwendung Ihres Könnens, erweitert die allgemeine Vorstellung Ihrer Arbeit. In einer eleganten Mappe eingelegt, sieht Ihr Interessent nun, was alles für ihn möglich ist. Ein Corporate Design sollte natürlich Ihren Webauftritt, Ihren Briefkopf, Ihre E-Mails sowie Ihre Drucksachen verbinden. Grundlage dafür ist eine Corporate Identity, die sich aus der Analyse Ihrer Arbeit und Ihrer Schwerpunkte erarbeiten lässt. Ich habe zahlreiche Projekte als Betriebswirt in diesem Bereich seit 2003 umsetzen dürfen. Gestatten Sie daher den Hinweis, und nehmen Sie sich sehr viel Zeit für diesen Punkt. Meistens ist es besser, externe Unterstützung dazu zu konsultieren, denn es gibt wie in der Architektur viele ungeschriebene Regeln.

Gleiches gilt für redaktionelle Beiträge. Wenn es Ihnen gelingt, einen Beitrag in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, ist dies wahrhaftig Gold wert. Die Konkurrenz, um bei einer Veröffentlichung berücksichtigt zu werden, ist groß. Nur die besten Bauten mit den besten Architekturfotografien werden publiziert werden. Architekturfotografie sorgt für gute Bilder und ein Projekt, in welchem Sie eine besondere Aufgabe gelöst hatten, wird auf diese Weise vorgestellt. Aus Marketingsicht ist dieses Vorgehen ideal, denn Ihr Name und damit Ihre Marke wird i.V.m. einem renommierten Magazin genannt. Gleichzeitig wird dieser Inhalt sehr gut zu finden sein, denn Google begünstigt dieses Vorgehen technisch. Somit wird Ihr Renommee gesteigert und Sie erhalten eine Reichweite, die Sie durch Anzeigenschaltung kaum erreichen konnten – denn es wäre sehr teuer. Erinnern Sie sich an die drei Fragen zum Beginn des Artikels? Ist das Projekt geeignet, um als Referenz zu dienen? Wenn dem so ist, kann jedes Referenzprojekt auch eine Publikation nach sich ziehen. Architekturfotografie als Werkzeug und viele spannende Projekte in Ihrem Portfolio erlauben es Ihnen, in die ersten Reihen der erlauchten Architektengilde aufzusteigen.

Natürlich sind auch Tageszeitungen potentielle Partner für dieses Vorgehen. Ein öffentlicher Neubau oder eine Renovierung, verbunden mit dem Einbau neuer Technik unter Ihrer Federführung - wieder sollte ein Architekturfotograf zur Seite stehen und eine Pressemeldung an die lokale Zeitung kann zum Erfolg führen. Es gilt dabei zu beachten, dass die Nutzungsrechte des Architekturfotografen auch für die Verwendung in Tageszeitungen erworben wurden, das heißt, dass Sie seine Aufnahmen an Dritte zur Nutzung übergeben dürfen. Dies gilt es bei Beauftragung des Architekturfotografen bereits zu Beginn zu klären.

Oft werden durch Architektenkammern auch Jahreskalender herausgegeben, hier können Sie mit einem schönen bzw. einem vom Architekturfotografen gut fotografierten Gebäude oder gut dargestellter Architektur punkten und sich einen Namen machen. Auch Projektpartner sollten eingebunden werden. Marketing für Architekten bedeutet immer Kooperation. Ihre Arbeit ist nicht nur für den Projektpartner, sondern vielleicht auch für dessen Partner interessant. Gezielte Recherche und Gespräche über weitere Kooperationsmöglichkeiten sind dann hilfreich.

Schloss Wackerbarth in Dresden im Sommer Andre Henschke Architekturfotograf Schloss Wackerbarth in Dresden im Sommer, Parkanlage bei Sonnenschein


Fazit

Architekturfotografie kann Türen öffnen, sie kann kommentieren, sie kann Ihren Wert am Markt steigern, sie kann den Wert der Architektur als solches steigern, sie kann illustrieren, sie kann inspirieren, sie kann das leisten, was ohne einen Besuch in einem Gebäude nie zu erfahren wäre. Auch wenn Sie nun Ihre Arbeit in ganz neuem Licht sehen, wenn Ihre Projekte auch Ihre Kompetenzen perfekt zur Geltung bringen, so gilt es einen Grundsatz im Marketing immer zu bedenken: Der Köder muss dem Fisch schmecken - nicht dem Angler. Betrachten Sie also immer Ihre Projekte und Ihre Arbeit aus der Sicht Ihrer Kunden und zukünftigen Mitarbeiter. Es müsse Kunden und Interessenten, Auftraggeber, Bewerber und auch Journalisten sein, die Sie überzeugen – Sie selbst werden bereits von Ihrer Arbeit überzeugt sein. In diesem Sinne stehe ich Ihnen natürlich gern für Rückfragen zur Verfügung und hoffe Sie an dem einen oder anderen Punkt motiviert und inspiriert zu haben.





Architekturfotografie
"Es gibt mit Sicherheit etwas unverwechselbares und einzigartiges, das unsere Zeit, das jede Epoche charakteristiert, das wir aber noch nicht fotografisch verwirklicht haben, und das die Regeln der Ordnung in der Abbildung benötigt, um es als Gesamtwerk entstehen zu lassen."

André Henschke

Architekturfotograf in Dresden, Immobilienfotograf und Interim-Manager