Gedanken zur Preisbildung und Kostenkalkulation

Frauenkirche Dresden bei Sonnenaufgang im Sommer vor blauem Himmel Andre Henschke Architekturfotograf in Dresden Frauenkirche Dresden, Detail eines Panoramas des Dresdner Neumarkts vor Sonnenaufgang im August, Aufnahmezeitpunkt 05:35

Gedanken zu Preisbildung und Kostenkalkulation oder: Was kann und darf gute Architekturfotografie kosten?

Architekturfotografie zählt zu den komplexesten Bereichen der Fotografie, was im ersten Moment verwunderlich scheinen mag, denn Immobilien und Gebäude bleiben immer am selben Platz und sind daher eigentlich sehr leicht zu fotografieren. Das Abbilden von Menschen ist weitaus spontaner, der Moment des perfekten Lächelns ist nicht zu wiederholen, viele Wildtierfotografen müssen lange Tage warten, bis ein gutes Foto in der Natur gelingt. Immobilienfotografie ist planbar und berechenbar - sollte man meinen.

Um die Kosten für gute Architekturfotografie zu kalkulieren, lassen Sie uns gemeinsam das Fotoprojekt durchdenken. Bereits an anderer Stelle hatte ich erwähnt, dass ich als Betriebswirt aus dem Bereich Unternehmensführung/Strategieberatung und Marketing daher zu einem sehr systematischen, strukturierten Ansatz tendiere.

Beginnen wir mit einer einfachen Frage, die jeder Auftraggeber, der einen Immobilienfotografen beauftragen möchte, sich stellen sollte: Wer will Was von Wem und Weshalb? Zugegeben, die Frage mag abstrakt klingen, aber sie ist sinnvoll zu beantworten, denn viele Diskussionen lassen sich durch die Antwort vermeiden.

Wer: Meist ist es ein Immobilienmakler oder ein Immobilienbesitzer, der eine Immobilie fotografieren lassen möchte, um diese möglichst gut zu verkaufen. Es kann aber auch der Chef eines mittelständischen Unternehmens sein, der mit Stolz das neu errichtete Firmengebäude in der Imagebroschüre seines Unternehmens präsentieren oder auf der Webseite der eigenen Firma zeigen möchte. Architekten wollen ihre Schöpfung vorstellen, und beauftragen deshalb einen Architekturfotografen. Es sind auch oft Ausstatter des Gebäudes, seien es Fassadenelemente oder Türen, Fenster, Holzverkleidungen, Beleuchtungssysteme, Innenausbauten oder Möbel, Fußbodenbeläge oder sonstige Details, all dies kann nur durch gute Interiorfotografie sichtbar gemacht und vermittelt werden, denn wir nehmen die allermeisten Gebäude oder Gebäudedetails durch Fotografien wahr.

Was: Aus der vorangegangenen Aufzählung lässt sich schon ableiten, was genau fotografiert werden soll. Aber es gibt auch hier einige Differenzierungen. Der Architekt möchte sein Werk ikonografisch und repräsentativ dargestellt sehen, der Immobilienmakler findet den nahegelegenen Park sehr interessant und bittet darum, auch diesen Park mit im Bild festzuhalten - oder den Blick aus dem großen Fenster, der dem zukünftigen Bewohner ein Wohngefühl vermittelt. Der Hersteller der Beleuchtungssysteme wird eine Abend- oder Morgenstimmung bevorzugen, denn Architekturfotografie zeigt dann ein Haus am besten, wenn alle seine technischen Innovationen im Einsatz sind. Also ist ein schöner Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang perfekt für die Immobilienfotografie. Die Hersteller der Detaileinbauten möchten selbstverständlich nicht nur das Produkt als solches vom Interiorfotografen abgebildet wissen, sie sind sehr froh darüber, dass ihre hochwertigen Produkte in einer hochwertigen Immobilie platziert wurden, nun gilt es, diese Hochwertigkeiten miteinander gemeinsam "schön" abzubilden.

Schönheit in der Architekturfotografie ist also das wechselseitige Zusammenwirken von Porportionen und Elementen. Der Begriff der Proportion ist an die Philosophie Platons gebunden, für die die Realität ein perfektes Abbild einer Vision nie erreichbarer und ewig unvollkommener Schönheit ist. Folgt man Thomas von Aquin, so ist Schönheit ja Tugenhaftigkeit im Handeln nach den Gesetzten der Vernunft, welches das richtige Verhältnis von Worten und Taten hervorbringt. Form und Materie sollen in ihren Proportionen immer aufeinander bezogen und gleichsam von Natur aus einander angepasst sein. Dies versuchten schon die Baumeister der Gothik in ihren Bauwerken zu verwirklichen - der gegenseitige Halt und Druck der Steine schuf ein großartiges, "schönes" Ganzes. Sie sehen schon jetzt, jeder Auftraggeber hat seine ganz eigene Intention. Natürlich wird eine reine Bauzustandsdokumentation einer leeren 2-Zimmerwohnung preiswerter sein, als die Aufnahmen eines neu gebauten Einfamilienhauses, welchem ein komplexer Entwurf zu Grunde liegt. Immobilien, die vor einer Sanierung stehen, benötigen kaum bildbezogene Postproduktion, hier ist nur die reine Aufnahme des Zustands notwendig, das Rekonstruktionen erfolgen müssen, ist auf den Fotos zu sehen - trotzdem ist es eine komplexe Aufgabe, hier den Wert der Immobilie zu verdeutlichen, gerade wenn diese nicht in bestem Zustand ist. Interessanterweise sind es Gebäude, die erst umgebaut werden müssen, welche hohe Wertsteigerungen erwarten lassen. Gute Immobilienfotografie zeigt dabei mehr als alte Fenster und Räume.

Boarding Wohnen Sofa im Wohnzimmer mit Vintaglampe Andre Henschke Architekturfotograf in Dresden Innenaufnahme einer Einraumwohnung in Chemnitz, Weitwinkelaufnahme mit Blick zum Sofa

Wem: Diese Frage ist vergleichsweise einfach zu beantworten: Es soll vom Fotografen umgesetzt werden. Der oder die Fotograf_in soll nun vorbei kommen, ausgerüstet mit einer Kamera und evtl. einem Stativ, es werden nun einige Fotos gemacht (so ein Foto dauert ja vermeintlich nur Sekunden bis es fertig ist) und anschließend sendet der Fotograf die Fotos per E-Mail an den Auftraggeber. Sie entnehmen meinen Zeilen, dass diese Vorstellung einer stark idealisierte Annahme von dem ist, was der Fotograf tun würde. In Wirklichkeit ist die Frage, wem Sie einen Auftrag erteilen der komplizierteste Teil des Fotoprojektes. Die bestehenden Referenzen eines Architekturfotografen sollten in Fragen der Bildsprache dem entsprechen, was Sie als Auftraggeber am Ende als Bild oder Foto erwarten. Im wahrsten Sinne liegt die Schönheit im Auge des Betrachters und bekanntlich erachten wir jene Menschen für vernünftig, die der gleichen Meinung wie wir selbst sind. Oder um es mit dem US-amerikanischen Autor und Fotografen Ansel Adams zu sagen: "An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter". Ich hatte persönlich die Chance und Gelegenheit, in vielen Museen Europas zu fotografieren und dies natürlich zu Zeiten, zu welchen Besucher keinen Einlass fanden. Mich haben diese vielen Reisen in den großen Häusern wie auch Schlössern Europas sehr geprägt und ich bin heute sehr dankbar dafür, in der Zeit von 2006 bis 2014 viele Impressionen sammeln zu können, um heute aus diesem Wissen eine eigene Idee für meine Bilder ableiten zu können. Natürlich gibt es formale Kriterien der Fotografie, so wird ein guter Architekturfotograf das Projekt im Vorfeld mit Ihnen im Detail diskutieren und gezielt auf die Eckpunkte hinweisen, die geklärt werden sollen. Sie finden hier einige Vorab-Fragen, die dem Auftrag der Immobilienfotografie oder der Architekturfotografie einen gewissen Rahmen verleihen. Ein wirklich guter Fotograf wird aber auch sehr deutlich sagen, was machbar und was nicht machbar ist. Im ersten Gespräch oder E-Mail-Kontakt wird Sie ein Architekturfotograf fragen, um welche Art des Gebäudes es sich handelt und wird Sie mit seinen Fragen in das Projekt einführen, womit wir zur nächsten Frage kommen:

Weshalb: Es kann nur dann sehr gute Fotografien geben, wenn der Architekturfotograf weiß und versteht, was das Ergebnis seiner Arbeit sein soll. Damit der Immobilienfotograf weiß, was er fotografieren soll, muss sein Auftraggeber diese Frage bereits für sich beantwortet haben. Einige dieser Aspekte der Immobilienfotografie und der Interiorfotografie haben wir dazu schon besprochen. Ein Fotoprojekt muss aber sehr umfangreich vorbereitet werden. Eingangs sagte ich, Architekturfotografie ist einer der komplexesten Bereiche der Fotografie - das liegt darin begründet, dass sowohl die Wahl des Zeitpunkts als auch die Wahl der Perspektiven eingeschränkt sind. Das Alltagsgeschehen vor dem Haus, Umwelteinflüsse, die möglichen Blickwinkel und der Verlauf der Sonne sind nur in engen Grenzen über das Jahr hinweg einer Veränderung unterworfen. Grundsätzlich wird ein Architekturfotograf beauftragt, um eine Immobilie, die einen großen Wert darstellt, insgesamt oder in ihren Details optimal zu präsentieren. Dieser hohe Wert der Bausubstanz und des Interieurs kann nur durch sehr gute Aufnahmen wiedergegeben werden. Es ist also wichtig zu prüfen, ob der Architekturfotograf bereits Erfahrung in diesem Fachbereich hat, ob sein Portfolio erkennen lässt, dass er diesen Auftrag auch gut umsetzten kann. Als ich vor einigen Jahren über 3.500 Quadratmeter eines Standortes eines großes DAX-Konzerns fotografieren durfte, waren die Räumlichkeiten mit Laboren und Büroflächen so weitläufig, dass ich in einer Exceltabelle planen musste, wann ich von wo bei welchem Licht die besten Bedingungen vorfinden werde. Ein einfacher Rundgang mit Kamera und Stativ ist dabei selbstverständlich nicht machbar. Eine Vorabbegehung des Standortes, die Analyse der Umgebung, die Suche nach den besten Perspektiven im Umfeld ist zeitaufwendig und langwierig, natürlich beeinflussen diese Faktoren den Preis der Architekturfotografie. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass der Preis der Architekturfotografie mit der Größe und dem Wert des zu fotografierenden Gebäudes oder der Immobilie steigt. Je komplexer die Räume geschnitten sind, je vielseitiger die Wünsche der Auftraggeber werden, um so mehr Vorbereitung und um so mehr Vororttermine sind für den Immobilienfotografen notwendig, um zu verschiendenen Tageszeiten stimmungsvolle Fotografien anzufertigen.

Dresdner Kulturpalast Konzersaal mit Bühne und Flügeln aufgenommen von der Orgelempore aus Andre Henschke Architekturfotograf in Dresden Aufnahme des Kulturpalast Dresden von der Orgelempore aus, Aufnahme für Bechstein Pianomanufaktur, Aufnahme mit 35 mm Verrechnung zu einem Panorama

Ich verstehe, dass die Aufzählung dieser zahlreichen Fragen, Einschränkungen, Notwendigkeiten und Spezifikationen manchen Auftraggeber nun verunsichern werden, aber das ist unbegründet.

Denn: genau das ist der Wert des Architekturfotografen:

  • Sie beauftragen einen Spezialisten, der weit mehr für Sie tun wird, als den Auslöser seiner Kamera zu betätigen.
  • Der Architekturfotograf erzeugt, bestätigt und erhält den Wert Ihrer Immobilie, Ihres Hauses, er kommentiert das Interieur und die Ausstattung der Immobilie in seiner Bildsprache positiv.
  • Sie investieren also Geld, um einen Nutzen sichtbar werden zu lassen, den Besucher bei einem einmaligen Rundgang so nicht wahrnehmen können.
  • Sie erwerben die Option auf eine Außenwirkung Ihrer Ausstattung oder Ihres Gebäudes, der durch digitale Fotografien weltweit vermittelt und sichtbar wird.
  • Eine andere Chance, so gut mit Ihrer Investition zu werben besteht nicht. Aus dieser Darstellung erkennen Sie vielleicht auch die Notwendigkeit, dass der Fotograf neben der fachlich korrekten Darstellung und Abbildung des Gebäudes, eine marktbezogene Idee und Vision vermitteln können muß. Architekturfotografie vermittelt etwas unverwechselbares und einzigartiges, das unsere Zeit, das jede Epoche charakterisiert, das aber noch nicht fotografisch verwirklicht wurde, und das die Regeln der Ordnung in der Abbildung benötigt, um als Gesamtwerk zu entstehen.

    Wir wollten uns eingangs der Frage stellen, was Architekturfotografie kosten kann und wie eine Preisbildung erfolgt. Unser Diskurs hat bereits eine ganze Reihe von Punkten erörtert, es gibt aber auch viele formale, “harte” Faktoren, die auf den Preis einwirken.

    Neben der Zeit der Vorbereitung, der Abstimmung, der evtl. Vorabbegehung und der Abstimmung der gewünschten Ergebnisse, ist es die Konfektionierung und die Vorbereitung der Technik, die der Fotograf vornehmen muss. In den meisten Fällen wird eine Kamera mit verschiedenen Objektiven mit einigen Zusatzelementen zum Einsatz kommen und für die häufigsten Einsatzszenarien wird dies vollkommen ausreichen. Natürlich kann die Nutzung einer Drohne oder eines Hubsteigers notwendig werden, wenn das Haus nicht ohne diese Mittel gut zu fotografieren ist. Spezialkameras oder Spezialobjektive können auch notwendig werden, wenn ein sehr spezieller Kundenwunsch vorliegt. Zum Thema der Technik in der Acrhitekturfotografie habe ich einen eigenen Aufsatz verfasst, den Sie hier lesen können. Reisekosten spielen dabei natürlich auch eine Rolle.

    Vor Ort ist die Zeit der realen Umsetzung des Foto Projekts des Architekturfotografen zu sehen. Hier kann es notwendig sein, dass aufgrund des engen Zeitfensters mit optimalem Tageslicht ein Assistent hinzu gebucht werden sollte, auch ein Set Designer kann den Wert der Ergebnisse positiv erhöhen. Im folgenden Foto galt es das Wohngefühl einer Wohnung in Dresden in der Nähe der Frauenkirche so zu vermitteln, dass jeder Betrachter sofort diese Wohnung beziehen möchte. Der Dialog und die Abstimmung führten uns weg vom Ansatz, weitwinklige Aufnahmen der Zimmer anzufertigen. Auch wenn sehr weitwinklige Aufnahmen vieles zeigen, so gibt es nicht die räumliche Wirkung des Innenraums dreidimensional wieder. Es ging am Ende darum, dass jeder Betrachter sich zu uns an diesen Tisch setzen möchte. Das Lebensgefühl, mitten in Dresden beim Frühstück bei Sonnenschein so zu sitzen und dies zu geniessen ist wichtiger, als alle Ecken und alle Facetten des Badezimmers (welches mit Sandsteinfliesen und beheiztem Großspiegel ausgestattet war) zu zeigen. Das decken eines Tisches ist eine Wissenschaft und ich darf Ihnen versichern, dass ich viele Bücher zu diesem Thema gelesen habe. Das, was einmal ein “echtes” Dinner war, ist ein unglaublich komplexer Akt kulinarischer Entfaltung. Beim Frühstück gegenüber der Frauenkirche kam es aber nicht darauf an, möglichst viel Inventar auf dem Tisch zu platzieren, sondern unbeschwerte Leichtigkeit zu zeigen. Dank meiner geschätzten Kollegin Ricarda Adermann gelang dies, wie Sie sehen. Das Foto wirkt nicht sonderbar komplex, aber es musste aus verschiedenen, einzelnen Aufnahmen zusammengesetzt werden, denn nur mit Blitz wurde der Tisch hell, die Sonne lag auf der Frauenkirche in Dresden. Je nach Verwendungszweck ist es sinnvoll, einen Türrahmen im Bild zu haben, also galt es auch die Türrahmen zu fotografieren und bei Bedarf in der fertigen Bildvorlage, die aus mehreren Ebenen bestand, ein- und ausblenden zu können. Im Druck muss das Foto später in Hochglanzmagazinen ebenso gut wirken wie auf Zeitungspapier, Farben und Flächen müssen entsprechend bewertet werden. Sie sehen also, ein Glas Orangensaft und eine Lektüre am Neumarkt in Dresden können eine sehr komplizierte Angelegenheit werden.

    Frühstück an der Frauenkirche Dresden bei Sonnenschein auf einem Renaissancebalkon Andre Henschke Architekturfotograf in Dresden Setdesign Ricarda Adermann Aufnahme mit Blick zur Frauenkirche vom Renaissance-Erker am Neumarkt 12. Kombinierte Aufnahme aus meheren Ebenen zur Erreichnung der Weitwinkligkeit und wahlweiser Integration des Türrahmens

    Damit haben wir auch den Schritt der Nachbereitung angesprochen, dem ich bereits einen eigenen Artikel gewidmet habe. Sie können meine Intention dazu hier lesen. Dieser Schritt der Bildbearbeitung und der Postproduktion ist meist zeitlich deutlich aufwendiger, als die reine Fotografie. Das, was ein Architekturfotograf aufnimmt, sind digitale Negative, die gleich einem Datenwürfel sehr viele Informationen enthalten. Die Postproduktion wählt nun gezielt jene Bildinformationen und Farben aus, die später zu sehen sein sollen. Nur digitale Negative ermöglichen es, mit einer Auslösung der Kamera auch viele Informationen einzusammeln und zum Teil erst Jahre später, mit neuer Software und anderen Optionen der Bildbearbeitung, optimale Ergebnisse zu präsentieren. Datensicherung und Datenverwaltung sind deshalb extrem wichtig. Ein guter Fotograf wird seine Bilder gut organisieren und gut sichern gegen Datenverlust. Als Betriebswirt und Projektmanager ist es für mich immer gut, wenn eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Projektpartner besteht, denn je öfter und besser die Kooperation umgesetzt wird, desto leichter fällt die Abstimmung. Ein Immobilienfotograf kann mit Bildverwertern über viele Jahre zusammenarbeiten und so je nach Bedarf Fotos angepasst an den Verwendungszweck liefern.

    Damit kommen wir zur Zusammenfassung unseres Gedankenganges.

    Architekturfotografie, Immobilienfotografie oder Interiorfotografie ist eine Komplexleistung, die aus vielen einzelnen Elementen besteht. Sie bezieht nicht nur handwerkliche Fähigkeiten in der Bedienung von Kamera und Technik ein, sie besteht nicht nur aus der Kompetenz der Bildbearbeitung. Architekturfotografie ist ein Kompositum aus Kunstgeschichte, architektonischem Verständnis, dem Blick für Details, dem Wissen um die Wirkung von Räumen und Perspektiven, der Kompetenz des Projektmanagements und der Führung komplexer Abläufe mit mehreren Projektbeteiligten und dem Wissen, welche Perfektion möglich ist und wie dieses Optimum zu erreichen sei. Ein Architekturfotograf braucht, um es mit Carl von Clausewitz zu sagen, einen Funken inneren Lichts, der ihn führt und leitet, der ihm ermöglicht, im visuellen Zugriff auf Bauwerke und Räume zu erlangen, der ikonografisch und einzigartig ist, der seinen Auftraggebern mehr bietet als das bloße Abbild der Immobilie und der der Nachwelt eine Idee vom Bewusstsein unserer Zeit vermittelt und er braucht auch die Fähigkeit, seine Idee an seine Projektpartner zu kommunizieren.

    Sie werden mir vielleicht zustimmen, dass diese Kompetenz fast unbezahlbar ist, sie ist am Ende natürlich eine Dienstleistung, aber es ist in jedem Falle eine Arbeit, die einen Preis haben darf. Der übliche Preis-Range bewegt sich üblicherweise ab 80 € je Stunde in mittleren Städten und ländlichen Regionen, in großen Metropolen kann der Tagessatz auch um und über 1.800 € betragen. Bildrechte können je nach Auftragskonstellation als Kostenposition hinzu kommen. Die Preisspanne ist also ebenso weit gefächert, wie der Anwendungsrahmen der Architekturfotografie. Denken Sie an die Worte des spanischen Jesuiten Baltasar Gracian, der einmal sagte, es gibt zwei Möglichkeiten um Unsterblichkeit zu erlangen: Großzügig zu Malern und großzügig zu Schriftstellern zu sein. Nun gab es in der späten Renaissance keine Fotografen aber ich bin mir sicher, dass er sein Zitat auch auf Fotografen ausgeweitet hätte, war er doch im spanischen Toledo als ehemaliger Residenzstadt von prachtvollen Bauwerken umgeben. Also, wenn Sie ein Haus, eine Wohnung, ein Büro oder ein Gebäude gleich welcher Art besitzen, geplant oder ausgestattet haben, dann erweisen Sie dieser Wertanlage Ihre Referenz und würdigen Sie diese durch hochwertige Aufnahmen. Ich stehe Ihnen dazu gern mit Rat und Tat zur Seite.

    Architekturfotografie
    "Es gibt mit Sicherheit etwas unverwechselbares und einzigartiges, das unsere Zeit, das jede Epoche charakteristiert, das wir aber noch nicht fotografisch verwirklicht haben, und das die Regeln der Ordnung in der Abbildung benötigt, um es als Gesamtwerk entstehen zu lassen."

    André Henschke

    Architekturfotograf in Dresden, Immobilienfotograf und Interim-Manager